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Fachbereich Sozialkunde

Austausch mit den USA wichtiger denn je

Dr. Hopp IDr. Hopp Dr. Hopp Dr. Hopp

Dr. Gerhard Hopp, MdL, spricht an der FOSBOS Cham über die politische Situation in den USA.

Seit Donald Trumps Wahlsieg in den USA, den viele nicht für möglich gehalten hatten, schaut die Welt gespannt auf die politischen Entwicklungen in dem Land, das von jeher eine große Faszination gerade auf junge Leute ausübt. So wecken die aktuellen Geschehnisse freilich auch das Interesse der Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Oberschule Cham, die sich am Montag, den 06.11.2017, über die tolle Gelegenheit freuen durften, mit Dr. Gerhard Hopp, MdL, der der Einladung von OStRin Michaela Schedlbauer gefolgt war, einen fachlich kompetenten aber auch rhetorisch gewandten Ansprechpartner zum Themenschwerpunkt „Das amerikanische Wahlsystem und die politische Situation in den USA“ für einen Vormittag im Haus zu haben.

Anschaulich informierte Dr. Gerhard Hopp zunächst über das Wahlsystem in den USA, wobei besonders die Schilderungen der persönlichen Eindrücke vom Wahlkampf, die der Politiker während seiner USA-Reise zur Zeit der Wahlen sammeln konnte, beeindruckten. Interessiert begutachteten die jungen Leute die Plakate, die der Referent aus den USA mitgebracht hatte, und beteiligten sich rege mit Fragen, als Dr. Hopp anschließend die aktuelle politische Situation in den USA erläuterte. Abschließend betonte er, dass gerade jetzt ein Austausch mit den USA wichtiger sei als je zuvor und ermutigte die jungen Erwachsenen, sich am politischen Diskurs auch hierzulande zu beteiligen.


Amnesty-Mobil machte Station

Infobus von ai

Auch so geht politische Bildung: Eine Kooperation zwischen der Beruflichen Oberschule Cham und der Landkreisgruppe von amnesty international verdeutlichte den Schülern am Chamer Schulberg die aktuelle Menschenrechtsproblematik. Eingeladen waren auch die Nachbarschulen.
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Dieser Satz aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gilt weltweit, dennoch müssen wir erkennen, dass die Umsetzung mehr als gefährdet ist. Die in über 150 Ländern agierende Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) will Missstände aufdecken und informieren. Bei der Aktion in Cham ging es darum, die Schüler über die Arbeit von ai zu informieren, aber sie auch zu motivieren, aktiv zu werden.
Im Rahmen einer Kampagne über Unterdrückung der Pressefreiheit in der Türkei hatten die Schüler die Möglichkeit, an einer Postkartenaktion teilzunehmen. Erst kürzlich, am 3. Mai 2017, dem internationalen Tag der Menschenrechte, hatten alle Zeitungen weltweit festgestellt, dass Pressefreiheit keine Selbstverständlichkeit ist. Nicht erst seit der Verhaftung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ist die Menschenrechtssituation in der Türkei in aller Munde. Nirgendwo sind so viele Journalisten im Gefängnis wie in der Türkei. Derzeit sind es mindestens 120, viele Quellen sprechen sogar von mehr als 150. Und die Verhaftungen gehen munter weiter: Am 13. Mai 2017 berichteten alle Tageszeitungen, dass die deutsch-türkische Journalistin Mesale Tolu aus Ulm in Istanbul festgenommen wurde.
Zur Unterstützung aller inhaftierten Journalisten fordert amnesty international: Niemand darf allein aufgrund seiner journalistischen Arbeit vor Gericht gestellt werden. Wenn ein Strafverfahren eingeleitet wird, müssen überzeugende Belege auch für international anerkannte Straftaten vorgelegt werden. Die türkischen Behörden dürfen den Ausnahmezustand nicht als Vorwand nutzen, um friedliche Regierungskritiker mundtot zu machen. Der zweite Informationsschwerpunkt war die Kampagne „Rassismus im Alltag“. Rassistische Straftaten haben in Deutschland in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Zwischen 2013 und 2015 ist die Zahl der politisch rechts motivierten Gewalttaten um rund 90 Prozent gestiegen. Den Schülern wurde anhand von Einzelbeispielen verdeutlicht, dass Rassismus ein Problem des Alltags sei und nicht nur in Fußballstadien stattfindet. Leider gibt es in Deutschland eine deutliche Tendenz der Verharmlosung und Leugnung rassistischer Realität, die das Sprechen über Rassismus in Deutschland sehr schwer macht. Für die Jugendlichen ist es schwer, mit dieser Thematik umzugehen. Amnesty international gibt folgende Ratschläge: Informier dich, z. B. bei Kommentaren in deinen sozialen Medien. Hör zu, wenn schwarze Menschen über Rassismus-Erfahrungen berichten, mische dich ein, wenn du rassistische Ausgrenzung beobachtest.


Exkursion der 13. Klassen ins mittelalterliche Nürnberg

Nürnberg Nürnberg Nürnberg

Kurz vor den Weihnachtsferien unternahmen die Klassen F 13S, F 13SW und B 13TW im Rahmen des Kombifaches Geschichte/Sozialkunde mit ihrem Lehrer Josef Bachmeier eine Studienfahrt nach Nürnberg, um sich vor Ort mit der besonderen Rolle dieser Stadt im Mittelalter zu beschäftigen.
Nachdem bereits im Unterricht des Faches Geschichte/Sozialkunde allgemein auf die Merkmale der mittelalterlichen Städte in der Theorie eingegangen wurde, hat es sich aufgrund der nicht allzu großen Distanz nach Nürnberg angeboten, sich zu diesem außerschulischen Lernort zu begeben und das im Unterricht erworbene Wissen vor Ort zu vertiefen. In Nürnberg angekommen, wurden die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt und anschließend mit den Begleitlehrkräften Josef Bachmeier, Brigitte Schreiner und Michaela Schedlbauer von zwei Führerinnen der Altstadtfreunde Nürnberg e. V. durch die mittelalterliche Burganlage und Teile der Altstadt geführt, die im Mittelalter eine wichtige Rolle gespielt haben. Rund um die Nürnberger Kaiserburg gab es schon lange vor unserer Zeit geschäftiges Treiben und bunte Lebendigkeit. In den Handwerkerhäusern der Weißgerbergasse genauso wie in den Kaufmannshäusern der etwas vornehmeren Gesellschaft. Die Schüler konnten so selbst sehen, was die Zeit überdauert hat und was vom mittelalterlichen Nürnberg noch zu entdecken ist. Wichtige Stationen der Führung waren dabei neben der Kaiserburg die Handwerkerstraßen und Kaufmannshäuser, das Alte Rathaus, St. Sebald, das Dürer-Haus, der Schöne Brunnen und die Stadtmauer. In der Mittagspause hatten die Schüler zudem noch die Möglichkeit, einen kurzen Abstecher auf den Christkindlesmarkt zu machen, für den Nürnberg schließlich über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, bevor man dann am Nachmittag noch dem Germanischen Nationalmuseum einen Besuch abstattete, wo aktuell die Bayerische Landesausstellung zu Kaiser Karl IV. stattfindet.


Politikunterricht mal anders

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„Bayern ist ein Freistaat. Die Landesfarben sind Weiß und Blau“, heißt es in Artikel 1 der Bayerischen Verfassung. In den vergangenen 70 Jahren wurde die Verfassung mehrfach geändert und ergänzt. Nun hat die Klasse F 12 Wa im Rahmen einer Plakataktion an ihre Geburtsstunde erinnert. Mit einem großen Festakt würdigten die politischen Spitzen des Freistaates die Geburtsstunde der Bayerischen Verfassung 1946. „Die Bayerische Verfassung ist ein Juwel. Sie ist seit 70 Jahren Grundlage für eine zugleich stabile und lebendige Demokratie“, lobte Ministerpräsident Horst Seehofer schon vor der Feier offiziellen Feier im Nationaltheater in München das politische Fundament des Landes. Am 8. Dezember 1946 war die Bayerische Verfassung in Kraft getreten. Der Termin für den Festakt ist nicht zufällig gewählt – auf den Tag genau vor sieben Jahrzehnten stimmten die Menschen in Bayern in einer Volksabstimmung für die Annahme der Verfassung. Auch im Sozialkundeunterricht der Klasse F 12 Wa wurde dieses Jubiläum zu Anlass genommen, um sich genauer mit dieser Verfassung, ihrer Entstehungsgeschichte, besonderen Artikeln sowie ihren Vorläufern zu befassen. So entstanden unter der Anleitung des Sozialkundelehrers Josef Bachmeier binnen einiger Unterrichtsstunden sehr ansprechende und zudem informative Plakate, die nun im Altbau ausgestellt werden, um von allen Schülern der Beruflichen Oberschule begutachtet werden zu können. Die Bayerische Verfassung umfasst aktuell 188 Artikel und ist in vier Hauptteile gegliedert, die den Aufbau und die Aufgaben des Staates, die Grundrechte und Grundpflichten, das Gemeinschaftsleben sowie Wirtschaft und Arbeit behandeln. Sie gewährleistet neben der parlamentarischen Gesetzgebung die Volksgesetzgebung durch Volksbegehren und Volksentscheid. Änderungen der Verfassung bedürfen stets eines Volksentscheids. In den vergangenen 70 Jahren wurde die Verfassung mehrfach geändert und ergänzt, der Artikel 1 aber natürlich nicht: „Bayern ist ein Freistaat. Die Landesfarben sind Weiß und Blau“, heißt es hier.


Politikunterricht mal anders

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Dass Politik durchaus unterhaltsam und amüsant sein kann, durften vier Klassen der Beruflichen Oberschule Cham vor Kurzem erfahren, als sie mit ihrem Sozialkundelehrer Josef Bachmeier eine Aufführung des in unseren Breitengraden durchaus bekannten Kabarettisten Django Asül im Regensburger Velodrom besuchten. Auf dem Programm stand – passend zum Jahresende – ein satirischer Rückblick über das Jahr 2013 mit all seinen politischen, sportlichen und gesellschaftlichen Höhepunkten. Django Asül, der niederbayerische Türke, ist ein wahrer Allrounder. Er arbeitet als Kolumnist für die AZ, den stern und den Donaukurier, ist Autor für den kicker und nicht zuletzt ein großartiger Kabarettist, der sogar schon die berühmte Fastenpredigt auf dem Münchner Nockherberg halten durfte. Beim Jahresrückblick konnten die Schüler der BOS Cham brillantes, fein pointiertes Kabarett erleben. Wer nach vorne fährt, so lernt man es bereits in der Fahrschule, sollte den Blick nach hinten nicht vergessen. Was in der räumlichen Dimension angebracht ist, kann also für die zeitliche Dimension nicht schlecht sein. Gerade deshalb hat das Jahr 2013 einen „Rückspiegel“ wahrlich verdient. Hatte diese schwarz-gelbe Regierung überhaupt einen Führerschein und wenn ja für welches Land? Waren die Skandale, die die Fernsehlandschaften erschütterten, real oder Reality? Wer kam, wer ging? Und wer war überhaupt da? Dies waren Fragen, die Django Asül an diesem Abend auf gekonnt amüsante Art und Weise beantwortete. Er ließ zudem die Gelegenheit nicht aus, auch das Publikum auf die Schippe zu nehmen. So war er darüber informiert, dass sich unter anderem eine Schülergruppe aus dem Landkreis Cham im Saal befand, was er immer wieder in seinen Vortrag einfließen ließ, indem er beispielweise betonte, welche Strapazen sie für die Fahrt nach Regensburg doch in Kauf genommen hätten, da sie ja beinahe aus dem weit entfernten Tschechien kämen. Nach der Vorstellung nahm sich der publikumsnahe Kabarettist selbstverständlich noch Zeit für seine Fans, indem er Autogramme gab, Fragen beantwortete und sich für Fotos zur Verfügung stellte.