Vom Dolce Vita zur „Goldenen Stadt“

Kurzfristige Planänderung, bleibende Eindrücke: Die Klasse F13S erlebte in Prag Kultur, Geschichte und ein außergewöhnliches Abendprogramm.

Eigentlich war das Ziel klar: Italien. Doch wie so oft kam es anders – und am Ende vielleicht sogar besser. Statt in den Süden ging es für die Klasse F13S kurzfristig in die tschechische Hauptstadt Prag. Eine Entscheidung, die sich schnell als Glücksgriff herausstellen sollte.

Nach der Ankunft und dem Einchecken im Hotel stand zunächst eine wohlverdiente Stärkung in einem landestypischen Restaurant auf dem Programm. Mit frischen Kräften erkundete die Gruppe anschließend bei einem ersten gemeinsamen Spaziergang die Altstadt und besichtigte einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten, darunter die berühmte astronomische Uhr sowie die imposante Prager Burg, die hoch über der Stadt thront.

Der folgende Tag begann kulturell: Im Nationalmuseum erhielten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Führung durch die Ausstellung „Miracles of Evolution“ spannende Einblicke in die Entwicklung des Lebens – ein eindrucksvolles Erlebnis, das sowohl durch die Inhalte als auch durch die Architektur des Museums überzeugte. Am Nachmittag konnten alle selbst entscheiden, ob sie die Stadt auf eigene Faust weiter erkunden oder im Hotel ein wenig entspannen wollten – einige nutzten dafür sogar den Spa-Bereich.

Ein besonderes Highlight – und zugleich eine kleine Herausforderung – bildete der Abend: Der Besuch der Oper „Parsifal“ von Richard Wagner, deren Aufführung sich über rund fünf Stunden erstreckte. Während sich ein Teil der Gruppe vorzeitig verabschiedete, bewies ein „harter Kern“ Durchhaltevermögen und erlebte das Werk bis zum Schluss. Trotz der beachtlichen Länge erwies sich die Darbietung am Ende als überraschend kurzweilig und hinterließ auch bei den Schülerinnen und Schülern – für die ein Opernbesuch nicht unbedingt zum Alltag gehört – einen durchweg positiven Eindruck.

Am letzten Tag zeigte sich Prag noch einmal von seiner schönsten Seite: Bei sonnigem Wetter genossen die Schülerinnen und Schüler eine Schifffahrt auf der Moldau und ließen die vergangenen Tage Revue passieren. Anschließend trat die Gruppe die Heimreise an – im Gepäck viele Eindrücke und die Erkenntnis, dass sich auch ein ungeplanter Perspektivwechsel durchaus lohnen kann.

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