Ausstellung KLANG MEINES KÖRPERS am BSZ

Seit letztem Dienstag läuft an unserer Schule die Ausstellung „Klang meines Körpers“ des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung. Vor allem die Schüler des Gesundheits- und Sozialzweigs nutzen diese, um das Thema Ess-Störungen einmal anders im Unterricht zu behandeln.

Die Schulleiterin Barbara Dietzko erinnerte bei der Eröffnung der Ausstellung daran, dass das Thema Ess-Störungen leider eine der häufigsten Erkrankungen des Jugendalters sei, wodurch die Problematik für alle Jugendliche grundsätzlich interessant sein dürfte. Darüber hinaus ist es vor allem für die Schüler des Gesundheits- und Sozialzweigs besonders lehrreich, wenn dieses Unterrichtsthema, das auch im Lehrplan verankert ist, einmal anders aufbereitet behandelt wird.

Passend zum Titel der Ausstellung „Klang meines Körpers“ gab der ehemalige FOS-Schüler Matthias Schmid eine Kostprobe seines Könnens im Beatboxen, wobei er gekonnt Schlagzeugrhythmen mit Mund, Nase und Rachen über das Mikrofon imitierte.

Anschließend stellte Kathrina Grosch die Ausstellung kurz vor. Dabei betonte sie, dass man so nicht nur problemorientiert an das Thema Ess-Störungen herangehen könne, sondern über die ausgestellten Bilder auch einen emotionalen Zugang zu den inneren Gefühlen der Betroffenen bekomme. Die Chamer Bürgermeisterin Frau Karin Bucher erzählte in ihrem Grußwort von drei Frauen aus ihrem Bekanntenkreis, die jede für sich ein anderes Problem mit ihrem Essverhalten und Körper hatte, und appellierte an die Schüler, sich selbst und den eigenen Körper als einzigartig anzunehmen und ein positives Selbstwertgefühl zu entwickeln. Auch Michela Celant von der Caritas Sucht-Beratungsstelle Cham betonte die Botschaft der Ausstellung: „Du kannst es schaffen, wenn du dir Hilfe holst!“ In diesem Zusammenhang verwies sie auf die Angebote der Caritas Beratungsstelle und erklärte, dass alle Beratungsgespräche grundsätzlich der Schweigepflicht unterliegen. Gabi Süß vom Gesundheitsamt Cham forderte Mut, auch Betroffene aus dem Freundes- und Bekanntenkreis anzusprechen und ihnen den Weg in die Beratungsstellen zu zeigen. Das Gesundheitsamt, sagte sie, sei eine gute Anlaufstelle für Erwachsene, die unter Ess-Störungen wie Magersucht, Bulimie oder periodischen Heißhungerattacken leiden. Frau Britta Ortwein-Feiler, Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, informierte darüber, dass bis zu 30 Prozent der 11- bis 17-jährigen Mädchen ein zumindest auffälliges Essverhalten zeigen. Darunter versteht sie, dass es für so manches Mädchen in diesem Alter bereits normal sei, die Kalorien zu zählen oder eine Diät zu machen. Wichtig war es ihr auch zu erwähnen, dass ihre Einrichtung vor allem als erste Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche dient und diese auch beraten werden, ohne dass es die Eltern erfahren.

Die Ausstellung wird in den nächsten Tagen vor allem von den Schülern und Lehrkräften für Unterrichtszwecke genutzt werden. Bis einschließlich 19. September ist es auch für die interessierte Öffentlichkeit möglich, über das Sekretariat der FOSBOS einen Termin für eine Führung durch die Ausstellung zu erhalten.

 

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