Die Wirtschaftsschule stellte sich vor
Ende Februar lud die zweistufige Wirtschaftsschule Cham zum Informationsvormittag ein. Schulleiter Joachim Raab begrüßte die trotz des sommerlichen Wetters relativ zahlreiche Eltern mit ihren Kindern, den zukünftigen Schülerinnen und Schülern. Er gab einen Überblick über die Neukonzeption der Wirtschaftsschule und informierte über die Anforderungen zur Aufnahme und zum erfolgreichen Durchlaufen dieser zweijährigen Schulart, die einen hochwertigen mittleren Schulabschluss bietet. Außerdem legte er auch dar, welche vielfältigen Berufs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten die Wirtschaftsschule bietet. Mit der FOS im gleichen Haus ist sie auch der ideale Zubringer zum Fachabitur oder sogar der allgemeinen Hochschulreife.
Martina Dorner erläuterte das Schulkonzept „Wirtschaftsschule weiter gedacht“. Dieses steht für eine moderne, praxisnahe und zukunftsorientierte Ausbildung. Wahlmodule wie Fit for Finance, E-Commerce, Umwelttechnik, Tourismus oder Persönliche Entwicklung gehen dabei weit über den klassischen Wirtschaftsunterricht hinaus. Ein zentrales Element ist das Übungsunternehmen, in dem die Schülerinnen und Schüler reale betriebliche Abläufe wie Einkauf, Verkauf, Buchhaltung oder Marketing praktisch durchführen. So erleben sie Wirtschaft nicht nur theoretisch, sondern handeln selbst unter möglichst realistischen Bedingungen. Praktika, die in Zusammenarbeit mit der FOS und Unterstützung der FOS-Schülerinnen und Schüler als Tutoren der Wirtschaftsschülerinnen und -schüler in regionalen Unternehmen, kommunalen oder staatlichen Organisationen vorbereitet und durchgeführt werden, bieten den optimalen Einstieg in die Berufswelt.
Über die verschiedenen Fächer und die dazugehörigen Inhalte und Anforderungen der Prüfungen gaben die verantwortlichen Lehrkräfte Auskunft. Unterstützt wurden die Darstellungen aus Lehrersicht von den zwei Schülerinnen, die von ihren bisherigen Erfahrungen an der Wirtschaftsschule erzählten. Auch drei Ehemalige waren gerne bereit, aus ihrem Erfahrungsschatz zu berichten. Interessant war dabei auch zu hören, wie vielfältig die eingeschlagenen Wege der drei jungen Leute waren: Eine ehemalige Schülerin besucht nun die FOS, eine weitere macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und ein Schüler lernt den Beruf Elektroniker für Geräte und Systeme.
Nach Kaffee und Kuchen, einer Schulhausführung, einer Vorführung des Faches Persönliche Entwicklung und der Besichtigung und Erläuterung der Arbeit in den Übungsunternehmen der Schule endete der Vormittag für viele der Besucher gleich im Sekretariat mit einer Anmeldung für das neue Schuljahr.