Europapolitik in Brüssel hautnah erlebt

Im April führte eine fünftägige Bildungsreise eine Lehrer-Delegation aus Ostbayern in das Herz der Europäischen Union, um Abläufe bei den EU-Institutionen nachzuvollziehen und Aspekte der Wirtschafts-, Bildungs- und Sicherheitspolitik mit Mitarbeitern der EU-Organe zu diskutieren.

Wie wird europäische Politik gemacht und wie bringt sich Bayern aktiv in diesen Prozess ein? Antworten auf diese und weitere Fragen suchte eine Lehrergruppe aus Ostbayern während einer Bildungsreise, die von der MB-Dienststelle organisiert und durch das EU-Programm Erasmus+ gefördert wurde.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Reise lag auf dem direkten Austausch mit Entscheidungsträgern und Experten. Gleich zu Beginn stand nach einer kurzen Stadtführung ein Besuch im Europäischen Parlament an. Bei einem Gespräch mit einem Mitarbeiter aus dem Büro von Manfred Weber ging es über die Aufgaben und Tätigkeiten der Abgeordneten sowie über aktuelle Themen aus Wirtschaft und Verteidigung. Im Anschluss bot ein kurzer Abstecher auf die Tribüne des Plenarsaals einen bleibenden Eindruck vom parlamentarischen Betrieb. Eine kundige Führung durch das Museum „Haus der Europäischen Geschichte“ vertiefte schließlich das Verständnis für den mit der Gründung der Montanunion begonnenen – und immer noch andauernden – Prozess der europäischen Einigung.

Die folgenden Tage waren von der Komplexität der EU-Exekutive und der regionalen Interessenvertretung geprägt. In der Europäischen Kommission standen die Rolle der Institution als politisches Exekutivorgan sowie fachspezifische Vorträge zu Rechtsstaatlichkeit, Außen- und Sicherheitspolitik sowie Wettbewerbsfragen im Fokus. Ein besonderes Highlight stellte der Besuch in der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU dar. Dort beleuchtete der der bayerische Bildungsreferent und Bundesratsbeauftragte für den Bildungsausschuss des Rates der EU in einer Diskussionsrunde, wie Bayern seine Interessen im Bereich der Bildungspolitik auf europäischer Ebene einbringt.

Abgerundet wurde das Programm durch einen Besuch beim Rat der Europäischen Union, wo die Gruppe Informationen über dessen Arbeitsweise erhielt. Neben den fachlichen Inputs boten die Abende und ein Ausflug zum Atomium, dem Wahrzeichen Brüssels, auch die Gelegenheit zum kollegialen Austausch und zum kulturellen Kennenlernen Brüssels. Fazit: Eine sehr interessante Fortbildung, die tiefen Eindruck hinterlassen hat und viele schöne Erinnerungen.

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