Fotokunst trifft Graffiti

Auch die Umkleideschnecken im Freibad wurden farblich gestaltet

Ende April wartete ein besonderes Kunstprojekt auf einige Schüler des Beruflichen Schulzentrums. Die Klasse B11TW gab unter der Regie von zwei Regensburger Graffiti-Künstlern den Betonwänden und Umkleideschnecken im Chamer Freibad ein neues Gesicht. Die gesprayte Unterwasserwelt wurde am Abend offiziell vom Bürgermeister eingeweiht.

Es ist nahezu finster im Chamer Freibad. In der dunklen Nacht sind kaum mehr die Umrisse des Gebäudekomplexes zu erkennen. Plötzlich leuchtet die Taschenlampe eines völlig schwarz gekleideten Mannes auf. Mit ihrem Lichtkegel tastet er eine bunt bemalte Außenwand auf dem Freizeitgelände ab. Dann geht der Lichtstrahl in fließende Bewegungen über und scheint geometrische Figuren an die Außenfassade zu malen. Etwas abseits und nur schemenhaft erkennbar stehen ca. vierzig Personen in kleineren Gruppen zusammen. Ihre leisen Stimmen werden fast von der Nacht verschluckt.

Was aber treibt diese Menschen zu ungewohnter nächtlicher Stunde ins fröstelnd kalte Freibad? In der etwas mystischen Atmosphäre wird der Abschluss eines weiteren Kunstprojekts des Beruflichen Schulzentrums Cham zelebriert. Ermöglicht durch die Kooperation mit der Stadt Cham zauberten die beiden Regensburger Graffiti-Künstler Rayk Amelang und Jonas Heigl eine fantasievolle Meeresunterwasserwelt an die Außenwand eines Funktionstraktes. Nach kurzer Unterweisung sprühten sowie sprayten auch die Schüler/innen der BOS 11TW vor und voller Begeisterung.

Auf der nächtlichen offiziellen Einweihung des großformatigen Graffiti-Kunstwerks erfuhr das Projekt des Beruflichen Schulzentrums Cham noch eine Krönung durch den Light Painter Cum_lumine.

Sein Trick: Er bewegt unterschiedliche Lichtquellen, darunter eine Taschenlampe und lodernde Flammen kleinerer Fackeln, recht dynamisch vor dem Graffiti und fotografiert diese Bewegungen in Langzeitbelichtung mit einer Digitalkamera. Von außen betrachtet wirkt diese Aktion wenig sensationell, absolut spektakulär sind aber die Ergebnisse der Lichtmalerei: Auf den Fotos sind vor der großflächigen Wandmalerei geradezu magisch anmutende Lichtgestalten zu erkennen.

Sichtlich begeistert von den Ergebnissen zeigte sich Bürgermeister Martin Stoiber. In seiner kleinen Ansprache bedankte er sich bei Schulleiterin OStDin Barbara Dietzko für die gute Zusammenarbeit. Sein besonderer Dank galt OStRin Michaela Schedlbauer, die diese Aktion in Fortsetzung eines EU-Erasmus+Projektes organisiert und hauptsächlich betreut hat. Mit den ebenfalls anwesenden Stadträten Claudia Zimmermann und Thomas Platzer war er sich einig, dass sich ebenso die Freibadgäste im Sommer an dem schönen Graffiti-Kunstwerk erfreuen werden.

Gruppenbild vorm Grafitti
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