Im Rollstuhl Behinderung „erfahren“

Im Rollstuhl Behinderung „erfahren“

Die Schüler der Klasse F11G des Gesundheitszweigs versuchten sich in die Lage behinderter Menschen zu versetzen und die Kreisstadt einmal aus einer anderen Perspektive zu erkunden. Dieses Projekt war nur mit großzügiger Unterstützung des Sanitätshauses Homecare St. Stephan aus Waldmünchen möglich.

 

Apotheker Tobias Deml (ganz rechts im Bild) mit den Schülern der Klasse F11G, die im Rollstuhl sitzend die Kreisstadt erkundeten

 

Für viele Menschen ist das Leben mit einer Behinderung Alltag, während sich die meisten anderen meist nicht in deren Leben hineinversetzen können. „Kurz vor Zugabfahrt schnell noch auf die Toilette? Das geht auf keinen Fall“, waren sich die Schüler der Klasse F11G einig. Es geht vieles nicht mehr so spontan, sondern bedarf einer vorausschauenden Planung.

Immerhin wird mittlerweile bei vielen Neubauten oder Sanierungen auf die Belange von Rollstuhlfahrern Rücksicht genommen. Doch wie fühlt man sich dabei, wenn man nur mit großer Mühe den Geldautomaten bedienen kann, oder immer auf jemanden angewiesen ist, der den Rollstuhl schiebt, weil man den Schulberg nicht alleine bezwingen kann? Welche Gedanken kommen einem in den Kopf, wenn man über Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten, abschüssige Wege fährt?

Ziel dieses dreistündigen Unterrichtsprojektes war es, neben der Erkundung der baulichen Barrieren vor allen Dingen die Empathiefähigkeit der Schüler zu stärken, also sich klar zu machen, wie sich ein Rollstuhlfahrer und sein Betreuer fühlen müssen, wenn sie an die Grenzen ihrer Bewegungsfreiheit stoßen. Die Schüler konnten auch erleben, wie es ist, wenn hilfsbereite Mitmenschen die eigene Not erkennen und ihre Hilfe anbieten. Einige Schüler erlebten dies z.B., als der Lokführer am Bahnhof hilfsbereit beim Einstieg mitanpackte.

Zum Abschluss wünschte der Lehrer Wolfgang Bücherl den Schülern für die zukünftigen Praktikumsblöcke viel Freude im Umgang mit den Patienten im Rollstuhl und hoffte, dass sie dabei auch auf ihre gemachten Erfahrungen zurückgreifen können. Die Klasse bedankte sich bei Apotheker Tobias Deml von der Medicum Apotheke Cham mit einem kleinen Präsent. Denn dort konnten die Schüler die Rollstühle, die vom Sanitätshaus Homecare St. Stephan Waldmünchen zur Verfügung gestellt wurden, wieder zurückgeben.

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