Mit Abstand die Besten! Abschluss 2021

Die FOSBOS-Entlassfeier begann mit einem ökumenischen Abschlussgottesdienst
Die FOSBOS-Entlassfeier begann mit einem ökumenischen Abschlussgottesdienst

165 Fach- und Berufsoberschüler des 51. Absolventenjahrgangs der Beruflichen Oberschule Cham konnten am Freitag, den 23.07.21 ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Die Schulbesten erreichten zweimal die Traumnote 1,0: Martin Maierhofer an der FOS und Simon Schmidbauer an der BOS. Im Vergleich zu den ebenfalls am Freitag eröffneten Olympischen Sommerspielen durften sich die Fach- und Berufsoberschüler über zwei Vorteile freuen: Einerseits gab für alle neben den Abiturzeugnissen ausschließlich Goldmedaillen und zum Zweiten konnten bei der Entlassfeier im Manfred-Zollner-Stadion in Vilzing viele Zuschauer mit dabei sein. Ehrengäste, Eltern, Geschwister und weitere Angehörige sowie Schulleitung und Kollegium der Beruflichen Oberschule Cham gratulierten zu den 131 Fachabitur- und 34 Abiturzeugnissen, wovon wiederum 27 Mal die allgemeine Hochschulreife ausgehändigt wurde.

Die Gravur auf den Goldmedaillen „Mit Abstand die Besten!“ traf für den Abschlussjahrgang 2021 in mehrfachem Sinne zu. Trotz widriger Corona-Umstände wie Mindestabstand, Distanz-, Wechsel- oder Präsenzunterricht, Mund-Nasen-Schutz und Testungen wurden langer Atem bewiesen und teils hervorragende Abschlussergebnisse erzielt. Der Rahmen für die Entlassfeier war ungewohnt, statt Chamer Stadthalle unter freiem Himmel im Vilzinger Fußball-Stadion. Gerade deshalb wird die „einzigartige Location“ allen wohl besonders in Erinnerung bleiben, auch weil Wetterpetrus den Absolventinnen und Absolventen sowie ihren Gästen mit strahlendem Sonnenschein wohlgesonnen war.

Nach dem ökumenischen Abschlussgottesdienst, gestaltet von Redemptoristen-Pater Peter Renju und dem evangelischen Pfarrer Roland Böhmländer sowie musikalisch begleitet von den Lehrkräften Lisa Montag bzw. Martin Hof und dem ehemaligen Schüler Matthias Schmid, verwies Schulleiterin OStDin Barbara Dietzko eingangs auf die besonderen Rahmenbedingungen, die in Pandemie-Zeiten auch für Schulabschlussveranstaltungen gelten. Zumindest sei es möglich, im Zuge der Europameisterschaft in einem Fußball-Stadion zu feiern. Die geplante Party im Anschluss an den offiziellen Teil könne leider nicht umgesetzt werden.

Schulleiterin OStDin Barbara Dietzko gratulierte zu den Abschlüssen und teils hervorragenden Ergebnissen

„Wie schon das vorherige, so war auch dieses Schuljahr ein besonderes“, so Schulleiterin Dietzko, die den Absolventinnen und Absolventen Können, Fleiß, Ausdauer, Disziplin und ein großes Durchhaltevermögen attestierte. Die Schulleiterin verglich die Schwierigkeiten mit „Bugs“, also Programmfehlern in der Computersprache, die durch die Pandemie im gesellschaftlichen, politischen und auch schulischen System aufgedeckt worden sind. „Schaut man auf den ersten Lockdown, die ersten Regelungen und die abrupten Maßnahmen zurück, erkennt man Parallelen zu einem Computerabsturz, einem panischen Ein- und Ausschalten des Systems, in der Hoffnung, dass danach sich alles auf magische Weise von allein wieder erholt hat“. Dies möge vielleicht bei so manchem Computer oder Router funktionieren, aber nicht in einer sozialen Gesellschaft, die ein komplexes System mit vielen unkontrollierbaren Variablen darstelle. „Umso mehr freut es mich zu sehen, dass ihr, liebe Absolventen/innen, diese nicht nur hervorragend für euch selbst umgesetzt, sondern auch aktiv in unserer Schulgemeinschaft eingebracht habt“, so Dietzko weiter, „ihr alle habt zusammengehalten und mit unseren Lehrerinnen und Lehrern gearbeitet“. Und: „Durch dieses tolle Zusammenspiel, eure aktive Beteiligung an der Verbesserung unserer Bugs und dem Layout, dem wechselnden Format unseres Unterrichts, konnten wir einen Systemabsturz bei uns vermeiden“. OStDin Barbara Dietzko übermittelte ihre herzlichen Glückwünsche an alle Absolventeninnen und Absolventen: „Ihr könnt stolz auf euch sein, dass ihr all diese Herausforderungen gemeistert habt“.

„Desto heißer die Temperaturen, desto kürzer die Grußworte“, so Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler eingangs zu den äußeren Bedingungen. Löffler gratulierte herzlich zu den Leistungen und Abschlüssen, „in so einem Schuljahr, in diesen bewegten Zeiten, da gehört sich einiges dazu“. Nicht nur Corona werde weiter als Herausforderung bleiben, auch etwa Klimawandel, Digitalisierung oder Immigration. „Ich wünsche mir, dass ihr Antreiber in dieser interessanten Zeit seid“. Ein Kompliment gab es auch für die FOSBOS: „Ich bin stolz auf diese Schule“. Löffler erinnerte, wie hart mit dem Kultusministerium um die neue Ausbildungsrichtung Gesundheit in Cham gerungen wurde. Umso mehr freue es ihn, dass nun die ersten 13 „Gesundheitler“ ihr Abiturzeugnis entgegennehmen dürfen.

Auch Chams Erster Bürgermeister Martin Stoiber verwies auf die außergewöhnliche Corona-Zeit und die ebenso außergewöhnliche Vorbereitung für die Absolventen/innen. „Ich wünsche Ihnen für die Zukunft viele Wünsche, denn wenn Sie Wünsche haben, haben Sie auch Ziele“, so Stoiber, „nun gehen neue Türen auf“. MdB Karl Holmeier, Vorsitzender des Fördervereins der Schule, sagte: „Sie haben es geschafft, auch in dieser schwierigen Zeit und in diesem schwierigen Schuljahr“. Holmeier sprach seinen herzlichen Glückwünsch aus und meinte: „Genießen Sie diesen Abend“. Elternbeirats-Vorsitzender Michael Pemmerl hofft, dass der ein oder andere in der Heimat bleibt bzw. nach dem Studium wieder in die Heimat zurückkommt und forderte einen Sonderapplaus der Anwesenden „für diesen würdigen Rahmen im Fußballstadion“ ein. Eltern würden meinen, oft mit schlauen Sprüchen aufwarten zu müssen, so Pemmerl humorvoll, der entsprechend lieber Sokrates zitierte: „Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden“.

Die Schülersprecher Ferdinand Enslein (FOS, li.) und Alexander Wühr (BOS, re.)

Passend zum Umfeld zog BOS-Schülersprecher Alexander Wühr einige Parallelen zum Fußball. Corona mit Masken oder Distanzunterricht habe doch die ein oder andere taktische Veränderung notwendig gemacht. Erfolgreich sei am Ende das Team gewesen, „durch gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Lernen“. Zum Erfolg beigetragen hätten auch die Lehrer als Trainer und Motivatoren mit guter Taktik im Distanzunterricht. Natürlich mussten die Lehrer hie und da auch als Schiedsrichter fungieren und zum Beispiel eine Gelbe Karte bzw. Verwarnung aussprechen. Und dann war da noch der „12. Mann auf dem Feld“ mit dem größten Anteil: „Unsere Eltern, Geschwister, Großeltern, Freude und Partner“. Wühr stolz: „Am Ende haben wir alle gewonnen, wir sind alle unserem Traum ein großes Stück nähergekommen“. FOS-Schülersprecher Ferdinand Enslein stellte heraus: „Das vergangene Schuljahr hat uns alle, Schüler, Lehrer und Eltern, gefordert und uns einiges abverlangt“. Da sei nicht nur das Homeschooling zu nennen. Nach Wiederbeginn des Unterrichts mussten an der Schule viele Kurzarbeiten und Schulaufgaben in kurzer Zeit bewältigt werden. Aber: „Ihr habt es geschafft, euch kann so leicht nichts mehr stoppen – und dafür bitte ich jetzt mal um einen ganz großen Applaus“. Die Generation der „Digital Natives“ werde ihren Weg gehen und sei gerüstet für die zukünftigen Aufgaben.

Tolle musikalische Akzente setzen zwischen Ansprachen, Ehrungen und Überreichung der Abschlusszeugnisse Lehrerin Lisa Montag sowie der ehemalige Schüler Matthias Schmid, u.a. mit einer Didgeridoo- bzw. Beatbox-Improvisation.

 

Schulbeste

Simon Schmidbauer 1,0 (BOS 13 Wirtschaft, allgemeine Hochschulreife); Martin Maierhofer 1,0 (FOS 12 Wirtschaft, Fachabitur); Johannes Vogl 1,1 (BOS 12 Technik, Fachabitur); Tobias Liegl 1,2 (FOS 12 Wirtschaft, Fachabitur); Amelie Wagner 1,2 (FOS 12 Gesundheit, Fachabitur); Emelie Kejker 1,3 (FOS 12 Gesundheit, Fachabitur); Anna Hoffmann 1,3 (FOS 12 Wirtschaft, Fachabitur); Annika Rückerl 1,3 (FOS 12 Gesundheit, Fachabitur); Johanna Bauer 1,4 (FOS 12 Gesundheit, Fachabitur); Elisabeth Fried 1,4 (BOS 12 Wirtschaft, Fachabitur); Antonia Mühle 1,4 (FOS 12 Sozialwesen, Fachabitur); Jonas Pfeifer 1,5 (FOS 12 Wirtschaft, Fachabitur); Alexander Wühr (BOS 13 Wirtschaft, fachgebundene Hochschulreife); Korbinian Kraus 1,5 (FOS 12 Wirtschaft, Fachabitur); Christina Urban 1,5 (BOS 13 Wirtschaft, allgemeine Hochschulreife); Larissa Maurer 1,5 (BOS 13 Wirtschaft, allgemeine Hochschulreife).

51. Abschlussjahrgang 2021

165 Absolventinnen und Absolventen, davon 131 mit Fachabiturzeugnis und 34 mit Abiturzeugnis (davon wiederum 27 mit allgemeiner Hochschulreife). Zum ersten Mal durfte 13 Fachoberschülern der erst zum Schuljahr 2018/2019 in Cham neu genehmigten Ausbildungsrichtung Gesundheit zum bestandenen Abitur gratuliert werden. Von den diesjährigen Fachabiturientinnen und Fachabiturenten bleiben 61 der Schule für ein weiteres Jahr treu, um im kommenden Schuljahr 2021/2022 in der 13. Jahrgangsstufe die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

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