Sehr großes Interesse an Info-Abend

Sehr großes Interesse fanden am Donnerstagabend die Informationen zum Neueintritt an der Beruflichen Oberschule für das kommende Schuljahr 2020/2021

Sehr gut besucht zeigte sich am Donnerstag der FOSBOS-Informationsabend im Hinblick auf das kommende Schuljahr 2020/2021. Was den Neueintritt an der Fachoberschule (FOS) bzw. Berufsoberschule (BOS) betrifft, ist erstmals auch eine Online-Anmeldung möglich. Nur eine Einschreibung bis zum 13. März stellt eine Aufnahme am Schulstandort in Cham sicher. Aufgrund der laufenden Generalsanierung des FOSBOS-Stammgebäudes fand die Informationsveranstaltung im Hotel am Regenbogen statt. Für die Fachoberschule war der große Kolpingsaal bis in die letzte Reihe besetzt. Parallel dazu wurden ein paar Türen weiter im Tagungsraum die Interessenten für die Berufsoberschule informiert.

Schulleiterin OStDin Barbara Dietzko hieß die Zuhörerkreise herzlich willkommen. „Leistungsfähige und –starke Schüler haben bei uns die gleichen Chancen zum Abschluss zu kommen wie die Gymnasiasten“, so Dietzko. Die Möglichkeiten an der FOSBOS fasste die Schulleiterin als „Abitur hoch drei“ zusammen: Nach der 12. Klasse der Erwerb des Fachabiturs und mit einem weiteren Jahr sogar die fachgebundene Hochschulreife (13. Klasse ohne zweite Fremdsprache) bzw. das allgemeine Abitur (13. Klasse mit zweiter Fremdsprache). Die Zahlen würden für sich sprechen, führte OStDin Dietzko weiter aus, „denn 42 bis 43 Prozent der Studierenden kommen über die Fach- und Berufsoberschulen“.

Die FOSBOS-Erfolgsgeschichte unterstreiche das 50jährige Bestehen, das in Cham dieses Jahr am 20. November in der Stadthalle gefeiert wird. Der künftigen Schülerschaft versprach OStDin Dietzko eine relativ kleine und familiäre Schule mit einem guten Klima: „Unsere Lehrkräfte kümmern sich um jeden, die Lehrerzimmer stehen immer offen“.

Hoher Aufklärungsbedarf bestehe noch zum Namen „Berufliches Schulzentrum Cham“. Denn inzwischen gehört zur FOSBOS ebenso die Wirtschaftsschule. Die zweistufige wird in Cham beschult, die vierstufige läuft am alten Standort Waldmünchen nach und nach aus. Zur Wirtschaftsschule findet noch eine eigene Informationsveranstaltung statt.

Beratungslehrerin StDin Christine Eisenhart (FOS) bzw. OStR Martin Stauber (BOS) informierten detailliert über die „beiden Schulen unter einem Dach“. Mit der Beruflichen Oberschule wurde eine eher praxisorientierte, gleichwertige Alternative zur Oberstufe des Gymnasiums geschaffen und die Durchlässigkeit des bayerischen Schulwesens nach dem Grundsatz „Kein Abschluss ohne Anschluss“ weiter erhöht. Dem Fachabitur schreibt Beratungslehrerin Eisenhart zwei große Vorteile zu: Einerseits bereitet die Fachrichtung prima auf einen entsprechenden Studiengang vor, andererseits hat man unabhängig von der gewählten FOSBOS-Ausbildungsrichtung noch eine komplett freie Wahl im Hinblick auf alle Hochschulstudiengänge.

Beratungslehrerin Christine Eisenhart stellt in Ihrem Vortrag Wege zur und Möglichkeiten an der FOS vor

Die Berufliche Oberschule baut auf einem mittleren Schulabschluss auf und vermittelt Allgemeinbildung, Fachtheorie und fachpraktische Bildung unter Einbeziehung berufspraktischer Erfahrungen. Die Berufliche Oberschule ist die richtige Wahl für Bewerberinnen und Bewerber mit dem Abschluss der Realschule, Wirtschaftsschule, Hauptschule (M-Zug) oder der 10. Klasse des Gymnasiums bzw. mit einer Berufsausbildung oder mehrjähriger Berufserfahrung. In Cham werden derzeit an der Fachoberschule die Fachrichtungen Gesundheit, Sozialwesen, Technik und Wirtschaft/Verwaltung angeboten, an der Berufsoberschule Technik und Wirtschaft/Verwaltung.

„Die Fachoberschule schließt vom Lehrplan her besonders für die Realschüler passgenau an“, so Beratungslehrerin Eisenhart. Für alle anderen, etwa Mittelschüler, wird eine Vielzahl von unterstützenden Fördermaßnahmen angeboten. So besteht auch in Cham bereits vor Eintritt in die Berufliche Oberschule die Möglichkeit, Vorkurse (z.B. für die FOS halbjährig samstags von 8 bis 13 Uhr) und Vorklassen (Vollzeit) zu besuchen. In der BOS-Vorklasse kann darüber hinaus der mittlere Schulabschluss nachgeholt werden. In den 11. Klassen der Fachoberschule wird intensiv klassenübergreifender Förderunterricht angeboten, zum Beispiel in Mathematik, Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen oder Technisches Zeichnen. Die FOS 10 ist primär für Schüler/innen ohne Eignung gedacht, die Vorklasse erleichtert durch ein Vollzeitschuljahr den Übergang ganz wesentlich und erhöht die Aussichten auf den schulischen Erfolg.

Während die Fachoberschule nur den mittleren Schulabschluss voraussetzt, ist für den Eintritt in die BOS zusätzlich eine Berufsausbildung notwendig. Hinzu kommt für beide gleichsam noch ein weiteres Kriterium: Es gilt in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik eine Notenschwelle, das Zeugnis über den mittleren Schulabschluss muss mindestens einen Durchschnitt von 3,5 aufweisen.

Ob Realschule, Mittelschule, Wirtschaftsschule oder Gymnasium nach Jahrgangsstufe 10: Die Berufliche Oberschule bietet mit dem mittleren Schulabschluss allen eine Anschlussmöglichkeit.

 

„Das besondere Profil der Fachoberschule ist der starke Bezug zur beruflichen Praxis“, so StD Leonhard Schmidbauer, Schulbeauftragter für die Fachpraktische Ausbildung. Die 11. Jahrgangsstufe der FOS teilt sich zeitlich je zur Hälfte auf Schule und betriebliches Praktikum auf, dadurch wird der berufliche Charakter der Schule ganz besonders herausgestellt. Das Praktikum trägt zu einer starken Persönlichkeitsbildung der FOSler bei, fördert Fach-, Selbst- und
Sozialkompetenzen. Technikschüler absolvieren die fachpraktische Ausbildung am Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Cham, allen anderen bei Betrieben im Landkreis Cham: Die Wirtschaftsschüler u.a. bei Banken, Behörden, Industrieunternehmen, Steuer- und Rechtsanwaltskanzleien, die Schüler/innen in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen z.B. bei Kindergärten, Krankenhäusern sowie Behinderten- und Pflegeeinrichtungen und in der Ausbildungsrichtung Gesundheit stehen für das Praktikum etwa Apotheken, Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung.

Großer Aufmerksamkeit erfreuten sich zum Abschluss des Informationsabends die Ausführungen von Ehemaligen. Laura Lehminger hat an der LMU München ihr Studium Sonderpädagogik (mit besonderem Schwerpunkt Hören) fast abgeschlossen. „Die FOS hat mich bestens auf die universitäre Laufbahn vorbereitet“, so Lehmberger, „ich bin jetzt da, wo ich  hingehöre“. Franz Hiebl ist ein gutes Beispiel dafür, dass man unabhängig von der an der Fachoberschule gewählten Ausbildungsrichtung auch einen anderen Studiengang einschlagen kann. Hiebl schloss 2018 die FOS 13 Wirtschaft mit der fachgebundenen Hochschulreife ab und strebt inzwischen dual am Technologie Campus Cham bzw. bei der Firma F.EE Neunburg v. W. den Bachelor im Studiengang Mechatronik mit Schwerpunkt Digitale Produktion an. Kevin Feher ist über den M-Zug der Mittelschule an die FOS gekommen, hat mit der 13. Klasse in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen die fachgebundene Hochschulreife erworben und studiert inzwischen an der Universität Regensburg für das Lehramt an Mittelschulen mit Schwerpunkt Mathematik. „Ich kann die FOS nur weiterempfehlen“, so Feher, der besonders auch die vielen gesammelten Erfahrungen im halbjährigen Praktikum während der FOS 11 nicht missen möchte. Florian Groitl hat nach einem sehr guten Abschluss an der Chamer BOS-Technik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen den Studiengang „Berufspädagogik Technik“ eingeschlagen und möchte einmal Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen technische Fähigkeiten und Kenntnisse vermitteln. Sabrina Schaffner besuchte in Cham die BOS Wirtschaft, entschied sich nach der 13. Klasse für den Studiengang Wirtschaftspädagogik und ist derzeit als Referendarin am Beruflichen Schulzentrum Kelheim im Einsatz. „Ich habe im Studium von den Kenntnissen aus den Wirtschaftsfächer an der BOS enorm profitiert“, so Schaffner.

Schulleiterin OStDin Barbara Dietzko mit den Ehemaligen Laura Lehminger, Franz Hiebl und Kevin Feher (von links), die ihre FOS-Erfahrungen resümierten und den weiteren Werdegang vorstellten

 

Neuanmeldung


Die Einschreibefrist für das kommende Schuljahr 2020/2021 läuft vom 2. bis 13. März. Über die neue Homepage sind Online-Anmeldungen bereits jetzt möglich, allerdings müssen in diesem Fall die erforderlichen Unterlagen bis spätestens 13. März im Sekretariat der FOSBOS, Dr. Muggenthaler Straße 11, abgegeben werden. Erst dann ist die Anmeldung wirksam. Bereits im Vorfeld der Anmeldung steht an der Schule ein erweitertes Beratungsteam (Schulleitung, Sekretariat, Fach- und Beratungslehrer) zur Verfügung. Termine können gerne vereinbart werden, sind jedoch vorher telefonisch über das Sekretariat (09971/8564-0) abzustimmen.

FOSBOS bietet drei Abschlüsse

Fachabitur:
Nach der 12. Klasse die Möglichkeit zum Studium an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften in allen Studiengängen.

Fachgebundenes Abitur:
Nach der 13. Jahrgangsstufe die Möglichkeit zum Studium an einer Universität in einem der Ausbildungsrichtung entsprechenden Studiengang. AR Wirtschaft/Verwaltung z.B.: BWL, Wirtschaftsinformatik, Lehramt an vielen Schularten, Wirtschaftsingenieurwesen, Jura, Sportökonomie; AR Gesundheit z.B.: Pflegewissenschaften, Lehramt an vielen Schularten, Medizin/Zahnmedizin/Tiermedizin, Molekulare Biotechnologie, Pharmazie, Ernährungswissenschaft; AR Technik z.B.: Angewandte Informatik, Architektur und Innenarchitektur, Fahrzeug- und Motorentechnik, Physik, Maschinenbau, Lehramt an vielen Schularten; AR Sozialwesen z.B.: Psychologie, Erziehungswissenschaft, Lehramt an vielen Schularten, Sozial- und Medienpädagogik, Biologie, Pflegewissenschaft.

Allgemeines Abitur:
Nach der 13. Jahrgangsstufe mit dem Nachweis einer zweiten Fremdsprache die Möglichkeit zum Studium an einer Universität in allen Studiengängen.

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