Wander-Ausstellung am Chamer Marktplatz

Vor knapp drei Jahren hat die FOSBOS Cham das von Erasmus+ geförderte Projekt „Youth against Vandalism“ zusammen mit vier weiteren Partnern aus Europa in Angriff genommen. Nun wird mit einer Wander-Ausstellung in den Fenstern des ehemaligen Schmuckladens Winter am Chamer Marktplatz der Schlusspunkt gesetzt.

Zu der kleinen Feierstunde am Donnerstagnachmittag durften sich die vier von der Chamer FOSBOS am Projekt beteiligten Lehrkräfte Michaela Schedlbauer, Jürgen Ertl, Josef Bachmeier und Gerhard Höcht auch über die Anwesenheit von Chams Ersten Bürgermeister Martin Stoiber, Kulturreferentin Petra Jakobi, Anjalie Chaubal, Leiterin der Städtischen Galerie im Cordonhaus und Schulleiterin OStDin Barbara Dietzko freuen. Der Stadt Cham gebührt ein großer Dank, wurde doch bereits auf dem Gelände der Quadfeldmühle der FOSBOS eine Wand zum Besprühen zur Verfügung gestellt. Das Graffiti-Kunstwerk ist weithin sichtbar und dokumentiert, dass europäische Schulprojekte eine Außenwirkung in der Öffentlichkeit haben können.

Am Donnerstagnachmittag wurde am Chamer Marktplatz die Wander-Ausstellung zum Erasmus+Projekt „Youth against Vandalism“ offiziell eröffnet.

 

„Ein Lob für die EU und ein Hoch auf die Völkerverständigung“, so Jürgen Ertl zur Eröffnung der Wander-Ausstellung. Im künftigen Tourist-Info der Stadt Cham kleben nun für einige Wochen die Plakat-Collagen, welche die Ergebnisse des Projekts anschaulich zusammenfassen und mit Bildern auch Eindrücke von den Arbeitstreffen über Völker- und Nationengrenzen hinweg vermitteln. Ertl stellte die großzügige finanzielle Ausstattung des Projekts von Seiten der Europäischen Union heraus, an dem noch Schulen aus Portugal, Griechenland, Italien und Polen beteiligt waren. Natürlich hatte beim ersten Treffen im November 2018 niemand eine Pandemie auf dem Schirm und so wurde das Erasmus+Projekt ab dem Frühjahr 2020 auch von Corona stark beeinträchtigt. Projektpartner sind vorzeitig ausgeschieden und das Reisen zwischen den beteiligten Schülern und Lehrern wurde erschwert.

„Das Erasmus+Projekt Youth against Vandalism schafft Klarheit“, so Lehrer Gerhard Höcht bei seiner Zusammenfassung. In der ersten Arbeitsphase untersuchten die beteiligten Schüler spezifische Formen von Vandalismus in ihren Herkunftsländern. „In Griechenland fliegen schon mal Stühle aus dem Fenster eines Klassenraumes“, weiß etwa FOS-Schülerin Anna Hermann zu berichten, die bis zum Schluss am Projekt beteiligt war. In Italien beispielsweise werden häufig Kulturdenkmäler das Ziel von Vandalismus, was Einheimische und Touristen gleichermaßen empört. In Portugal standen die Ursachen und Lösungsansätze für Vandalismus im Fokus. Die Auswertung der Befragungsergebnisse anhand eines gemeinsam erstellten Fragebogens zeigten länderspezifische Unterschiede. Das Projekttreffen in Griechenland forderte die Kreativität der beteiligten Länder und es wurden Plakate mit den länderspezifischen Formen von Vandalismus vorgestellt. Sie sind nun auch Bestandteile der Wanderausstellung, die in allen Ländern gezeigt wird. Ein Höhepunkt für die im Projekt involvierten Chamer Schüler war die Aktion mit dem Regensburger Graffiti-Künstler Jonas Heigl (optische Aufwertung des Bauzauns in der Dr.-Muggenthaler-Straße mit Schriftzug „FOSBOS“). Ein Lösungsansatz für die Frage „Kunst oder Sachbeschädigung“ können von Kommunen zum Besprühen freigegebene Flächen sein. Und hier kam dankenswerteweise die Stadt Cham mit der Wand auf dem Gelände der Quadfeldmühle ins Boot. Am Ende wurde trotz Pandemie alles gut und die beiden ausstehenden Projekttreffen in Polen bzw. Italien im August 2021 in den Sommerferien nachgeholt.

Für Schülerin Anna Hermann ist klar: „Es war eine total schöne Erfahrung, ich würde sofort wieder mitmachen“. Den Austausch mit anderen, die Verbesserung der Sprachkenntnisse und wichtige Kompetenzen wie eigenes Engagement und Eigenverantwortung möchte sie nicht missen. „Wir haben schon krasse Einblicke in die Kultur der anderen Länder bekommen“, so Hermann.

Ganz Schluss sein soll auch mit der Wander-Ausstellung noch nicht. Lehrerin Michaela Schedlbauer und 1. Bürgermeister Martin Stoiber würden sich wünschen, dass das Projekt weiter mit Leben gefüllt werden kann. Stoiber hat eine graue Wand beim Chamer Freibad im Auge, die ebenfalls in ein farbenfrohes und phantasievolles Kunstwerk verwandelt werden könnte.

 

Wander-Ausstellung

Mit den Plakaten an den Fenstern des ehemaligen Schmuckgeschäfts Winter am Chamer Marktplatz erfährt die Öffentlichkeit alles Wesentliche über die fünf Ländertreffen in Deutschland, Portugal, Griechenland, Polen und Italien. Im Mittelpunkt stehen Gründe für Vandalismus, Erscheinungsformen und Präventionsmaßnahmen. Ziel der Wander-Ausstellung ist es, nach den Schülern und Lehrern auch die Bevölkerung für das gesellschaftspolitische Thema Vandalismus zu sensibilisieren.

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