Workshop „Clever ins Netz“

Im Oktober besuchte Birgit Zwicknagel, Vorstandsvorsitzende des Vereins „Computermäuse Stamsried“ und verantwortlich für die Initiative „Clever ins Netz“, die Wirtschaftsschule Cham und hielt dort in den beiden zehnten Klassen einen Workshop zu Themen rund ums Internet ab und vermittelte dabei wichtige präventive Maßnahmen.

Die Referentin ging zunächst auf die Gefahren und negativen Seiten des Sextings ein und gab den Schülerinnen und Schülern Methoden an die Hand, um sich zu schützen und ebenso solche, die unterstützend greifen, wenn es dann doch passiert ist. Sie warnte eindringlich vor den Risiken des leichtsinnigen Versendens intimer Bilder oder Nachrichten über Messenger-Dienste. Ein anderes interessantes Thema war das Urheberrecht. Dabei erklärte Birgit Zwicknagel, was das „Recht am eigenen Bild“ bedeutet, und erläuterte, dass heimliche Aufnahmen und die Weitergabe von privaten Bildern, Chatverläufen oder Sprachaufnahmen ohne Zustimmung eine Straftat darstellen. Die Schülerinnen und Schüler wurden darauf hingewiesen, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit solchen sensiblen Daten ist. Es wurde auch darauf eingegangen, ob man Spiele kopieren oder weitergeben darf und ab wann hier ein Straftatbestand vorliegt.

„Hass im Netz“ findet laut der Expertin für Schülerinnen und Schüler häufig seinen Ausdruck in Klassen- und Gruppenchats, die oft genug Schauplätze für Cybermobbing und Hate Speech seien. Die Frage „Wie gehe ich damit um?“ wurde ebenso thematisiert wie die Einstellungen, die diesem Phänomen zugrunde liegen können, wie z. B. Rassenhass. Die Referentin forderte die Jugendlichen dazu auf, bewusst hinzuschauen und solche Inhalte zu melden. Ebenso gab sie den Tipp, sich nicht in derartige Diskussionen im digitalen Raum verstricken zu lassen. Anschließend thematisierte Birgit Zwicknagel die Strafbarkeit im Netz. Hier wurden von Gewaltdarstellungen, Rechtsradikalismus bis zur Kinderpornographie vielfältige Strafbereiche angesprochen. Es wurde auch der Frage nachgegangen, was und ab wann etwas strafbar ist. Dabei wies Birgit Zwicknagel nachdrücklich darauf hin, dass Screenshots solcher Inhalte durchaus strafrechtlich relevant sind, da sie die Speicherung der Daten auf dem Handy bedeuten. 

Der stellvertretende Schulleiter Jürgen Lichtlein bedankte sich bei der Referentin und überreichte „BSZ-Schokis“.

Auf informative und sehr eindringliche Art verdeutlichte der Vortrag die Gefahren der digitalen Welt und vermittelte wertvolle Tipps zum Schutz vor Betrug, Erpressung und Straftaten. Die Schüler der Klassen W10a und W10b erhielten konkrete Empfehlungen, um sich sicher in der digitalen Welt bewegen und verantwortungsvoll mit den dortigen Herausforderungen umgehen zu können.

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